Denn meine Augen haben dein Heil gesehen

Lk 2, 30

 

                                                                

 

 

 

Unsere liebe

 

 

Sr. M. Lucia (Maria Theresia) Steven O.Cist.

 

 

geb. 03. April 1931 in Garmisch-Partenkirchen

Profess in Seligenthal 1961

Leiterin des Kindergartens in Seligenthal 1969 – 1999

Gründungsschwester und Subpriorin in Helfta ab 1999

 

 

 

ist am 30. März 2015 nach einem langen, tapferen Kampf gegen ihr Krebsleiden im Krankenhaus der Elisabethschwestern in Halle friedlich eingeschlafen.

 

Der Lebensentwurf der jungen Maria Steven hatte eine klare Linie; sie wollte mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und sie wollte ins Kloster. 1953 legte sie ihr Examen als Kindergärtnerin ab und  fünf Jahre später als Jugendleiterin. Gleich ein Jahr darauf bat sie um Aufnahme in den Konvent der Zisterzienserinnen von Seligenthal/Landshut, wo sie 1961 Profess ablegte.

 

In Landshut war Sr. Lucia als langjährige Leiterin des Kindergartens und Lehrerin an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Seligenthal bestens bekannt und wegen ihrer warmherzigen und humorvollen Art sehr geschätzt. 1999 gab sie die Kindergartenleitung ab und folgte Äbtissin M. Assumpta Schenkl nach Helfta, um das ehemalige Kloster in Ostdeutschland wieder aufzubauen. Hier war Sr. Lucia die rechte Hand der Äbtissin und obwohl sie schon das Rentenalter erreicht hatte, setzte sie sich in allen Bereichen mit unermüdlichem Einsatz ein. Die Herzen der Mansfelder eroberte sie sich leicht durch ihre Bastelabende, an denen alle im Umfeld teilnehmen konnten, unabhängig vom Glauben und von Konfession. So baute sie effektiv Berührungsängste und Vorurteile ab in einer Region, deren Bevölkerung zu 80 % bekenntnislos ist.

 

Sr. Lucia war ein sehr bescheidener und tiefgläubiger Mensch, der sich weder in den Mittelpunkt drängte noch die Mitmenschen mit frommen Predigten belehren wollte. Ihren Glauben fasste sie unmittelbar vor ihrem Tod mit folgenden Worten zusammen: Mein Glaube ist, dass ich heimgehe zu Gott.

 

Gedenkgottesdienst in Helfta am 1. April 2015, um 10.00 Uhr

 

Beerdigung in Seligenthal, Landshut am 8. April 2015, um 11.00 Uhr

 

In Liebe und Dankbarkeit bleiben ihr über den Tod hinaus betend verbunden:

Priorin Sr. Christiane Hansen und Mitschwestern des Klosters Helfta

Äbtissin M. Petra Articus und Mitschwestern der Abtei Seligenthal

Friederike Steven, Schwester, und Christine Steven, Schwägerin mit Familie

 

 


Neue Priorin in Helfta

 

 

Am Samstag Abend, dem 31. Jan. 2015, hat der Konvent von Helfta Kapitel gehalten unter dem Vorsitz des Generalabtes, um eine neue Priorin zu wählen nach dem Tod von Mutter Agnes Fabianek. Sr. Christiane Hansen von der Abtei Seligenthal, die schon zur Aushilfe in Helfta war, ist postuliert worden.

 

 

 

Drei Frauen haben den Ruf des Cistercienserinnenkloster in Helfta begründet:

Mechtild von Magdeburg (*1207 +1282),

Mechtild von Hakeborn (*1231 +1291) und

Gertrud (Die Große) von Helfta (*1256 +1302).

Ihr geistiges Werk in unsere Gegenwart.

Nach 450 Jahren leben nun wieder Cistercienserinnen im Kloster Helfta.

 

Kloster St. Marien zu Helfta

Lindenstrasse 36

D-06295 Lutherstadt Eisleben

Tel.: 03475 711 500

Fax: 03475 711 555

pforte@kloster-helfta.de

 

 

Das Kloster St. Marien zu Helfta ist wieder errichtet worden. Viele nennen es "das Wunder von Helfta": Nach 450 Jahren leben wieder Cistercienserinnen in dem Kloster, in dem Mystikerinnen wie Gertrud von Helfta, Mechthild von Hackeborn und Mechthild von Magdeburg gelebt und gebetet haben.