
Mechtild von Magdeburg war die erste bekannte Mystikerin, die in deutscher Sprache geschrieben hat. Sie wurde um 1207 geboren, war adliger Herkunft und führte ab 1233 ein Leben als Begine in Magdeburg. Mechtild folgte so einer Armutsbewegung von Frauen, die dem Evangelium gemäß die Einheit von Gottes- und Nächstenliebe ins Zentrum ihres geistlichen Lebens stellten.
Etwa 1250 begann sie mit der Niederschrift ihres Werkes "Ein fließendes Licht der Gottheit". Mechtild geriet in Schwierigkeiten, weil sie in diesem Buch den Reichtum einiger Kleriker brandmarkte und das Domkapitel scharf kritisierte.
1270 ging Mechtild von Magdeburg nach Helfta und wurde im Kloster Lehrerin der Mystik. Hier vollendete sie die Arbeit an ihrem wichtigstes Werk "Ein fließendes Licht der Gottheit".
"Gott hat an allen Dingen genug, allein die Berührung der Seele wird ihm nie genug."
(Aus: "Ein fließendes Licht der Gottheit")
