"Am 28. April 2013 starb in der Helios - Klinik in der Lutherstadt Eisleben Herr Pfarrer Horst Mittenentzwei. Etwa 2 Wochen konnte er noch im Alten- und Pflegeheim St. Mechthild verbringen, was ein großer Wunsch von ihm war. Am Sonntag, den 21. April 2013, feierte er den Sonntagsgottesdienst in der Klosterkirche mit und war darüber sehr glücklich. Das Kloster Helfta verdankt ihm sehr viel. Er hatte schon vor der Wende sich für den Wiederaufbau eingesetzt und viele Freunde und Förderer geworben."

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Zum wiederholten Male trafen sich vom 08. März bis 10. März 2013 die Mitglieder die Komturei Bischof Willehad Bremen und anderer Komtureien zu Einkehrtagen in Kloster. Die Leitung dieser spirituellen Einkehr lag bei Cfr. Abt Benedikt Lindemann. Über dieser Einkehrzeit stand als Thema: "Wer bin ich? – Die Frage nach Gott im Spiegel meines Lebens."
Erstmals trafen sich auch die Ritter und Damen vom Hl. Grab zu Jerusalem der Ostdeutschen Provinz in unserem Kloster zu Besinnungstagen. Am Freitag, den 15. März 2013, reisten über 50 Personen an und starteten mit einer Führung durch das Geburtshaus Martin Luthers. Am Samstag und Sonntag kamen die Ritter und die Damen zur Eucharistiefeier in ihrem Ordensgewand und unterstützten uns mit ihrem kräftigen Gesang. Bischof em. Leo Nowak war als Zelebrant und Referent zu Gast und sprach in mehreren Impulsen zum Thema: "Missionierung als Evangelisierung". Bei der abendlichen Komplet feierten unsere Gäste mit uns Schwestern und beschlossen beinahe klösterlich den Tag.
Wir Schwestern freuen uns über diese Begegnungen und empfinden sie bereichernd. Es tut gut zu erfahren, dass sie als christlich engagierte Menschen in unserer Gesellschaft und im Hl. Land wirken.
Kuratoriums-Sitzung am 14. Februar 2013 im Kloster St. Marien zu Helfta
Der Vorsitzende des Kuratoriums Herr Professor em. Dr. Karl Schlemmer hatte zu dieser Sitzung eine Überraschung bereit: Als Gäste hatte er Herrn Regionalbischof Christian Schmidt und das evangelische Ehepaar Dekan em. Reber eingeladen. Vor längerer Zeit war die Idee entstanden, im Rahmen der Lutherdekade Kontakte zum evangelischen Konvent der ehemaligen Zisterzienserabtei Heilsbronn zu knüpfen. Für das Gremium waren die kompetenten Informationen der Gäste über die Entstehung des Klosterkonventes, die Verpflichtungen der Mitglieder und die Entwicklung dieses "Projektes" beeindruckend und aufschlussreich. Die Kontakte weiterhin zu pflegen und weitere Begegnungen ins Auge zu fassen, vor allem auch mit dem Zisterzienserinnenkonvent in Kloster Helfta, waren als Wunsch für die Zukunft bei allen lebendig. Wir danken unseren evangelischen Gästen für diesen mutigen Schritt und für die bereichernde Begegnung!
Hoher Besuch im Kloster am Dreikönigstag 2013!
Am späten Vormittag trafen die drei Könige mit Sternträger und Gefolge singend ein und überbrachten den Segen für das neue Jahr 2013 gemäß ihrem Motto: "Segen bringen, Segen sein!" Beeindruckend waren ihr Singen sowie der Besuch und erfreute das Herz der Schwestern. Mit überzeugendem Worten warben sie um Gaben "Für Gesundheit in Tansania und weltweit!" Bevor sie sich verabschiedeten, wurde in großen Buchstaben und Zahlen der Segen auf den Balken am Eingang geschrieben. Außerdem heften sie an die Klausurtüre noch einen Betlehem-Stern mit der Jahreszahl 2013. So werden wir das Jahr hindurch erinnert, dass es darauf ankommt: "Segen zu bringen und Segen zu sein!"

Ein "missio-Gast" in Kloster Helfta anlässlich des "Monats der Weltmission 2012"
Schwester Thekla Gamong aus Papua Neuguinea war am 3. Oktober 2012
für einige Stunden zu Gast in Kloster Helfta. Lebendig berichtete sie uns
von ihrer Heimat und den uralten Traditionen, wo inzwischen zum Teil auch
die moderne Zivilisation Einzug gehalten hat. Anschaulich gab sie Einblick in
die Wert- und Familiensysteme, die daraus entstehenden Probleme und Aufgaben
sowie anstehende Entwicklungsschritte. Wir sind Schwester Thekla Gamong dankbar,
dass sie sich Zeit für Kloster Helfta eingeplant hatte.
Theologisches Symposion 21.09. - 22.09.2012 im Kloster Helfta
Das Zweite Vatikanische Konzil war Thema beim diesjährigen theologischen Symposion in Helfta, das unter Leitung von Prof. Karl Schlemmer nun schon zu einer guten Tradition geworden ist. Unter den etwa 80 Teilnehmern waren auch Bischof Dr. Gerhard Feige und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und seine Frau.
Als vor 50 Jahren Papst Johannes XXIII. das Konzil eröffnete, um frische Luft in die Kirche zu lassen, da setzte er nicht das unbeendet gebliebene I. Vaticanum von 1870 fort, sondern startete bewusst und in neuem Geist das II. Vaticanum. "Für Studenten" so sagte ein Hochschullehrer "ist das Konzil heute schon Geschichte. Werden dann aber die Texte gelesen, so gibt es regelrechte Aha-Erlebnisse, und die jungen Leute empfinden das Konzil als hochaktuell für unsere Gegenwart."
Nach Abschluss des Konzils 1965 gab es in den Gemeinden Informationsabende. Vieles ist selbstverständlich geworden wie etwa die Landessprache im Gottesdienst. Neben einem Vergessen wirken aber auch Gegenströmungen, die zurück zum Alten wollen. Sie sprechen dem Konzil die Verbindlichkeit ab und nennen es nur "so eine Art von Predigt". Dem setzte das Symposion in Helfta ein entschiedenes Kontra entgegen und regte an, die Konzilsbeschlüsse neu zu lesen und für die Zukunft nicht nur der Kirche, sondern der ganzen Menschheit fruchtbar zu machen.
Äbtissin M. Agnes Fabianek sagte: "So wie es in der Liturgie bestimmter Feste heißt "das ist heute", so ist das Konzil auch jetzt mitten unter uns, wenn wir dafür offen sind." Und sie setzte hinzu: "Wir lieben die Kirche, aber wir leiden auch an ihr."
Bischof em. Prof. Dr. Scheele, der beim Konzil als Journalist arbeitete, konnte berichten, wie sich damals scheinbar Zufälliges und sogar Missverständnisse als "List des Heiligen Geistes" erwiesen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Die Professoren Miggelbrink, Sander und Pesch vertieften den Gedanken, dass der Kirche eine Ökumene hin zur ganzen Welt aufgetragen ist, denn wir sitzen alle in einem Boot.
Dieter Müller
Schriftliche Rückmeldungen von Teilnehmerinnen am Symposion
…nachdem ich das Symposion mit großer Begeisterung in Ihrem Kloster genießen konnte, möchte ich auf diesem Weg Danke sagen für die Gastfreundschaft und jedes Zeichen des Willkommenseins. Das tut gut!
…noch immer wirkt der Aufenthalt im Kloster Helfta bei mir nach. Ich besuchte das Symposion zum II. Vatikanischen Konzil und bin sehr beschenkt von den Vorträgen, von der Gastfreundschaft und der Atmosphäre in Helfta nach Hause gefahren. Für mich ist in Helfta der Geist Gottes spürbar und mit dieser Begeisterung ging ich in ein Gespräch mit unserem Pfarrteam … Es kam die Idee, dass doch mehr Menschen von Helfta und dem Geist der dort herrscht, erfahren sollten. … Es ist ein sehr ermutigendes Zeichen, dass so ein Kloster wieder erstehen konnte und davon zu hören, könnte sicher auch wieder Mut machen, sich in der eigenen Pfarrgemeinde den Herausforderungen der Zeit zu stellen. … Ich danke Ihnen auf diesem Weg für die Erfahrungen, die ich in Helfta machen durfte. …
Dritte Gebetswache der Männer in Helfta
Seit 3 Jahren kommen Männer aus der Erzdiözese Freiburg für je eine Woche ins
Kloster Helfta. Sie halten Anbetung vor dem Allerheiligsten. Sie beten in den
Anliegen von Kirche und Welt und verstehen ihre Gebetswache als stellvertretendes
Beten in einen Land, in dem viele nicht mehr beten.
Das Katholische Männerwerk der Erzdiözese Freiburg pflegt diese Gebetswache schon
fast 66 Jahre auf dem Lindenberg bei St. Peter/Schwarzwald – rund um die Uhr.
Warum nun kommen die Männer nach Helfta?
Dafür gibt es verschiedene gute Gründe.
Das Kloster Helfta war im Mittelalter für die Christenheit ein höchst bedeutsamer Ort.
Hier lebte Gertrud die Große, Mechthild von Hakeborn und Mechthild von Magdeburg.
Hier fand die Frauenmystik ihren Ort. Wenig bekannt, aber um so bemerkenswerter ist die Tatsache,
dass Helfta "der erste Herz-Jesu-Offenbarungsort der Weltkirche" ist. Gertrud von Helfta gilt,
in der Geschichte als die "Prophetin des Herzens Jesu". Die Christusverehrung im
Zeichen des Herzen geht auf Gertrud von Helfta und Mechthild von Hakeborn zurück."
(so zu lesen bei Herrn Pfarrer Hochenauer)
Den Männer aus der Diözese Freiburg ist es ein Anliegen, dass die eucharistische Anbetung
in Helfta zu einer guten Tradition wird. Die neue Gertrudkapelle im Kloster Helfta ist als
"Kapelle der Anbetung" gedacht. Wir hörten davon und haben uns einladen lassen. Wir erlebten
das Kloster als "mystischen Ort". Die Schwestern haben uns herzlich aufgenommen und alles
getan, um unser Vorhaben zu begleiten. DieTage waren geprägt von der Atmosphäre des
Klosters. Die Männer waren dankbar für diese geistlichen Tage mit Gesprächsrunden,
Spaziergängen oder einfach kameradschaftlichen Zusammensein. All das schenkte uns
Motivation für das Gebet in der Kapelle (jeweils 2 oder 3 Mann). Wir haben uns entschlossen,
im kommenden Jahr wieder in Helfta zu sein.
Unser Wunsch, unser Anliegen:
Wer möchte sich unserer Gruppe anschließen?
Wir werden vom 22.09. – 28.09.2013 als Männergruppe in Helfta sein.
Es wäre schön, wenn auch andere deutsche Diözesen solche Gebetsgruppen bilden könnten
– Männer – Frauen – gemischte Gruppen. Helfta ist aus Ruinen entstanden. Das wurde möglich.
Es gibt aber in der Welt geistige, geistliche und religiöse "Ruinen". Die zu beseitigen ist
vielleicht schwieriger. Man ist an ein Wort von Reinhold Schneider erinnert.
"Allein dem Betern wird es noch gelingen ...."
Gerne geben wir Ihnen weitere Auskunft.
Robert Henrich, Diözesanpräses des Männerwerkes Freiburg, Tel.: 076335207
Roland Tischmeyer, Oberdorfstr. 13, 68794 Oberhaus.-Rheinhausen, Tel.: 07254-3453 r.tischmeyer@web.de
Kloster Helfta, Bildungs- und Exerzitienhaus
Präses Robert Henrich


