Geschichte

Chronik von 1229 - 1999

Das Zisterzienserinnenkloster St. Maria war im 13. Jahrhundert bekannt als "Krone der deutschen Frauenklöster", berühmt durch die wissenschaftliche Bildung der Ordensfrauen und deren Christusmystik. Drei Frauen des Klosters haben den Ruf von Helfta begründet:

Mechthild von Magdeburg
Mechtild von Hackeborn
Gertrud (Die Große) von Helfta

 

JAHR EREIGNIS
1229 Gründung des Klosters bei Mansfeld
1258 Verlegung des Klosters nach Helfta, östlich von Eisleben
1207-1282 Hl. Mechthild von Magdeburg, Mystikerin, bedeutende Schriften
1231-1291 Gertrud von Hackeborn, Äbtissin von 1251 bis 1291
1241-1299 Hl. Mechthild von Hackeborn, Schwester der Äbtissin, Mystikerin, Leiterin der Klosterschule
1256-1302 Hl. Gertrud von Helfta, Mystikerin, bedeutende Schriften
1342 Verwüstung des Klosters durch Albrecht von Braunschweig
1343 Verlegung des Klosters an die Stadtmauer von Eisleben
1483-1546 Martin Luther in Eisleben geboren und gestorben
1525 Verwüstung des Klosters Neu-Helfta im Bauernkrieg,
1542 Reformation in Eisleben, Säkularisierung des Klosters Helfta
  Das Klostergut wurde preußische Staatsdomäne. Die DDR wandelt die Staatsdomäne um in ein "Volkseigenes Gut" mit Massentierhaltung.
3. Juni 1992 Aus vier Förderkreisen entsteht der "Verband der Freunde des Klosters Helfta".
8. Aug. 1994 Das Klosterareal mit Teilen historischer Bausubstanz werden wieder Kirchenbesitz. Aus Spendenmitteln des Verbandes kauft das Bistum Magdeburg von der Treuhand das Klosterareal. Bischof Leo Nowak übernimmt die Schirmherrschaft für den Wiederaufbau.
1. Sep. 1998 Offizieller Beginn für den Wiederaufbau des Klosters Helfta
21. März 1999 Richtfest der Abteikirche St. Maria

Das Kloster St. Marien zu Helfta ist wieder errichtet worden. Viele nennen es "das Wunder von Helfta": Nach 450 Jahren leben wieder Cistercienserinnen in dem Kloster, in dem Mystikerinnen wie Gertrud von Helfta, Mechthild von Hackeborn und Mechthild von Magdeburg gelebt und gebetet haben.